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Jeder Mensch erzählt vom Leben
 

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Man beginnt den Kampf mit sich selbst, erkennt die Fehler und arbeitet daran. Rückschläge und echte Freunde zeigen sich. Das Leben ist wieder etwas wert. Die schleichende Selbstzerstörung ist jedoch schon autonom, Teil der Persönlichkeit. Man offenbart sich dem Hausarzt, aber nur weil die selbst geschlagenden Wunden erschrecken. Man offenbart sich den Eltern. Drogen, Alkohol, Substanzmissbrauch, Diebstahl und Selbstverletzung nehmen überhand. Man sehnt sich nach einer ruhigen Zeit ohne Partys ohne die täglichen Treffen mit Freunden. Hausarzt hält eine Entgiftung für sinnvoll, man selbst ist skeptisch. So schlimm ist man ja doch eigentlich gar nicht. Man geht zur Drogenberatung, beruflich ist da ja nichts bindendes. Man belügt die Beraterin, sich selbst. Ja, man habe aufgehört. Munter geht es weiter. Beginnt eine Beziehung und lässt sie direkt wieder enden, zum Schutz des Partners. Wirr wandert man auf ausgetretenen Pfaden doch man wird beseelt von der Einsicht das man was ändern muss oder von der Welt gehen sollte. Unbemerkte halbherzige Selbstmordversuche sind an zwei Händen abzuzählen. Verbaute Ausbildungschancen ebenso. Tod oder Klinik. Eine Chance, alles oder nichts. Mit Freundin und einer eigenen Wohnung an der Hand verlässt man die psychosomatische Klinik wieder die knapp zwei Monate zuvor vom Hausarzt angepriesen wurde. Medikamente nimmt man wieder regelmäßig gegen die attestierte Depression, zur Besserung der emotionalen Persönlichkeitsstörung und zur Bewältigung des Lebens. Man möchte wieder was von der Welt. Mit den Taschen voller Glück geht es nun weiter.

10.12.09 19:19

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